Verbundprojekt SMART-MOVE: Management Of Highly Variable Water REsources in semi-arid Regions – Israel (ISR), Jordanien (JOR), Palästinensische Gebiete (PSE); Teilprojekt 3: Grundwasserschutz, Frühwarnsysteme und Managed Aquifer Recharge

  • Ansprechperson:

    Prof. Dr. Nico Goldscheider
    Dr. Julian Xanke
    Dr. Tanja Liesch
    Dr. Nadine Göppert

  • Förderung:

    Förderprogramm CLIENT des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: Az: CLIENTFE3-056

  • Projektbeteiligte:

    Koordination Verbundvorhaben: Prof. Martin Sauter, Georg-August Universität Göttingen, Fakultät für Geowissenschaften und Geographie, Geowissenschaftliches Zentrum – Angewandte Geologie

  • Starttermin:

    Februar 2015

  • Endtermin:

    Januar 2018

Projektbeschreibung

Ziel des gemeinschaftlich mit Kooperationspartnern aus Israel, Palästina und Jordanien geplanten Forschungsvorhaben SMART-MOVE ist die integrative Überführung von innovativen Technologien und Managementinstrumenten in die wasserwirtschaftliche Praxis der Partnerländer. Dabei kommt der Prüfung und Verbesserung der Stabilität der Wasserressourcensysteme gegenüber der beobachteten hydrologischen Variabilität (Extremereignisse, z. B. Dürren, Hochwässer) ein besonderer Stellenwert zu.

Die Arbeitsschwerpunkte der Karlsruher Hydrogeologie (KIT-HYD) fokussieren sich räumlich auf das Wadi Shueib westlich von Amman und auf Deir Alla im Jordantal.

Am Standort Deir Alla wird auf Grundlage von Bohrungen, einer numerischen Grundwassermodellierung und der Anwendung eines wasserwirtschaftlichen Bilanzierungsmodells ein Implementierungskonzept für Managed Aquifer Recharge entwickelt. An den Quellen im Wadi Shueib soll, aufbauend auf den Erfahrungen aus SMART I und II, ein verbessertes Frühwarnsystem für Kontaminationsereignisse implementiert werden, wobei die Kontamination vor allem aus urbanen Abwässern stammt. Begleitend wird die Verbindung zwischen der Abwasserproblematik und dem Grundwasserschutz anhand von Vulnerabilitäts- und Risikokarten aufgezeigt. Diese Karten sind wichtige Planungsgrundlagen für die Implementierung von Schutzzonen und für die Priorisierung dezentraler Kläranlagen.

Die wasserwirtschaftliche Gesamtbewertung innerhalb des Clusters (Wadi Shueib, Deir Alla und Zai) erfolgt jedoch mittels WEAP-basierter Modellkopplungen. Innerhalb des Wadi-Clusters soll das existierende WEAP-Modell verfeinert, räumlich erweitert und mit einem Grundwassermodell (MODFLOW), sowie einem wirtschaftlichen Modellansatz (MYWAS), gekoppelt werden.

Um eine nachhaltige Implementierung der technischen Anlagen zu gewährleisten, wird parallel zum Bau der technischen Anlagen Personal im Hinblick auf Installation, Datenauslesen und Wartung schrittweise geschult.