Profil Hydro- und Ingenieurgeologie

Karlsruhe ist der traditionellste Standort der Ingenieur- und Hydrogeologie in Deutschland und bietet aktuell ein breites Spektrum praxisnaher Lehrveranstaltungen rund um die Themen Grundwasser, Ingenieurgeologie und oberflächennahe Geothermie. Dabei geht es stets um eine nachhaltige Nutzung von Grundwasser, Geoenergie und Georessourcen, im Einklang mit den Ökosystemen.
Das Profil beinhalten Grundlagen, Anwendungen und Methoden der Ingenieur- und Hydrogeologie, von der Probenahme und Datenerfassung im Gelände über modernste Laboranalytik und Versuchstechniken bis hin zur numerischen Modellierung von Grundwasserströmung, Wärme- und Schadstofftransport sowie Massenbewegungen und Untergrundbauwerken. Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Wasser-, Umwelt- und Geoforschung ist einer unserer neuen Schwerpunkte in Forschung und Lehre.
Unsere vielfältigen Forschungsprojekte im In- und Ausland sowie unsere intensive Kooperation mit Institutionen aus der beruflichen Praxis ermöglichen eine Vielzahl spannender und berufsqualifizierender Masterarbeiten. Unsere Absolventen arbeiten in Ingenieurbüros, Consultingunternehmen, Baufirmen, Ämtern, Landes- und Bundesbehörden in den Bereichen Angewandte Geologie, Wasser, Bau und Umwelt, sowie in der Entwicklungszusammenarbeit, bei Wasserversorgern und in der Forschung, sowohl in Deutschland als auch international.

Die Praxisnähe dieses Profils wir auch durch die Beteiligung externer Dozenten aus der beruflichen Praxis an unseren Lehrveranstaltungen gewährleistet, beispielsweise zu den Themen Grundwassermodellierung, Hydrogeologie in der Entwicklungszusammenarbeit, urbane Hydrogeologie und Altlasten.

Im Rahmen des Masterstudiengangs Angewandte Geowissenschaften kann das Profil Hydro- und Ingenieurgeologie ausgewählt werden. Dieses Profil umfasst die folgende verbindliche Fächerkombination:

1. Geowissenschaftliche Kernkompetenzen

Alle der folgenden Module aus den geowissenschaftlichen Kernkompetenzen:

Hydrogeologie:

  • Methoden und Anwendungen
  • Karst und Isotope

Ingenieurgeologie:

  • Labor- und Geländemethoden
  • Massenbewegungen und Modellierung
  • 3D geologische Modellierung
  • Oberflächennahe Geothermie

Projektstudie oder Berufspraktikum in der Hydro- oder Ingenieurgeologie, angewandter Kartierkurs.

2. Geowissenschaftliche Vertiefungen

Mindestens 5 aus folgenden Modulen (mind. 25 LP):

  • Hydrogeologie: Gelände- und Labormethoden
  • Hydrogeologie: Grundwasser-Modellierung
  • Aktuelle Forschungsthemen der Hydrogeologie und Ingenieurgeologie
  • Geodatenanalyse I: Programmierung und Geostatistik*
  • Geodatenanalyse II: Big Data und Maschinelles Lernen
  • Schadstoffe, Altlasten und Sanierungsmethoden
  • Geochemische Prozesse
  • Geothermie: Energie- und Transportprozesse
  • Felsmechanik und Tunnelbau

*kann ab sofort belegt und ab WS 21/22 in den Kernkompetenzen anstelle von Numerischen Methoden in den Geowissenschaften anerkannt werden

3. Fachbezogene Ergänzungen

Modul(e) aus den fachbezogenen Ergänzungen (nur 10 LPs möglich):

  • Wasserchemie und Wassertechnologie
  • Water & Energy Cycles
  • Umweltgeotechnik
  • Geotechnisches Ingenieurwesen (Grundlagen der Bodenmechanik und Grundlagen des Grundbaus)
  • Grundwasser und Dammbau
  • Erd- und Grundbau
  • oder eines der anderen Module aus den geowissenschaftlichen Vertiefungen
  • oder ein anderes Modul mit Bezug zur Hydro- und Ingenieurgeologie (z.B. Geophysik, Klimatologie) nach vorheriger Genehmigung durch den Prüfungsausschuss

4. Masterarbeit 

Masterarbeit in der Hydro- oder Ingenieurgeologie

Es gilt die reguläre Studien- und Prüfungsordnung. Die Bestätigung über die erfolgreiche Teilnahme am Profil Hydro- und Ingenieurgeologie erfolgt auf Antrag des/der Studierenden nach Abschluss des Studiums durch den Prüfungsausschuss.

 

Exemplarischer Studienablauf des Profils Hydro- und Ingenieurgeologie

Ein exemplarischer Studienablauf mit Beginn im Wintersemester kann z.B. folgendermaßen aussehen: